Über 300.000 Euro Stiftungskapital bei „Via Nova“

Erstellt am 01.11.2016

Zur Stifterversammlung der gemeindeeigenen Stiftung „Via Nova“ hatte jetzt die Evangelische Versöhnungs-Kirchengemeinde eingeladen. Der Stiftungsratsvorsitzende, Pfarrer Marco Beuermann, zog für die vergangenen eineinhalb Jahre Bilanz. „Neue Wege“ lautet der Stiftungsname ins Deutsche übersetzt. Mit Hilfe der Stiftung ist es der Kirchengemeinde möglich, neue Wege der Finanzierung wichtiger Aufgaben zu gehen.

Die Stiftung kann ihren Zweck der Förderung der Jugendarbeit, der musikalischen und der sozialdiakonischen Arbeit nur mit den Zinsen nachkommen, die das Stiftungskapital abwirft. „Wegen des schlechten Zins-Niveaus können wir seit Jahren trotz steigendem Stiftungskapital jedes Jahr weniger Zinsen ausschütten“, betonte Beuermann. „Waren es 2010 noch über 9.300 Euro, so konnten wir 2015 nur noch 7.850 Euro für Projekte ausgeben.“ Darum bat er in die Runde: „Werben Sie neue Stiftungs-Paten! Viele kleine Beträge können viel bewirken!“

In den vergangenen Monaten konnte „Via Nova“ beispielsweise die Anschaffung von Bällebädern und eines Motorik-Schlauches in den Gemeinde-Kitas fördern, Weihnachtstüten für Flüchtlingsfamilien zahlen, erheblich die Arbeit von Ten-Sing Rheda-Wiedenbrück unterstützen oder ein Kinderchorprojekt in Langenberg sponsern. Durch Benefiz-Aktionen flossen 3.200 Euro in die Aktion „Kirche. alle Tage“ zum Umbau der Wiedenbrücker Kreuzkirche. Erst von einigen Wochen ermöglichte die Stiftung für 160 Jugendliche den Besuch im Grenzlandmuseum Eichsfeld im Rahmen der gesamtgemeindlichen Konfirmanden-Freizeit.

Möglich wurde „Via Nova“ durch den Nachlass von Elfriede von Offern in Höhe von 40.000 Euro im Jahr 2003. Dieses Geld legte den Grundstock – und hat sich seitdem gut vermehrt. Durch Zustiftungen, Geldpatenschaften und Benefizveranstaltungen beläuft sich das Stiftungskapital inzwischen auf rund 300.000 Euro. „Damit hat sich in diesen Jahren das Kapital mehr als versiebenfacht“, zeigte sich Beuermann mit der Entwicklung äußerst zufrieden.

Immer wieder macht die Stiftung durch Veranstaltungen auf sich aufmerksam. So standen humorvolle Urlaubsgeschichten im Mittelpunkt von zwei Lesungs-Abenden im August. Beim Adventskrämchen wird „Via Nova“ wieder Wein aus Bethlehem in der Stadtkirche anbieten.

Für sein fünfjähriges Engagement dankte Beuermann im Rahmen der Stifterversammlung Hendrik Menzefricke-Koitz. Der Herzebrocker war seit 2011 Mitglied im Stiftungsrat, der „Via Nova“ leitet. „Sie waren immer zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wurde“, betonte Beuermann. Als neue Mitglieder im Stiftungsrat begrüßte Beuermann Antje Telgenkämper aus Wiedenbrück und Edgar Klose aus Langenberg. (-beu)

Foto: Der Stiftungsrat mir Dr. Mena Marth, Marco Beuermann, Detlef Nippert, Edgar Kose, Antje Telgenkämper und Karin Steinhoff leitet die Gemeinde-Stiftung „Via Nova“.